Geschichte Oberstaufen

In einer Beurkundung des Klosters St. Gallen vom 20 Dezember 868 n. Chr. wird der Ort Stoufun erstmals erwähnt. 1806 erfolgt der Anschluss Staufens an das Königreich Bayern und die Eingliederung in den Landgerichtsbezirk Immenstadt. Die ehemalige Herrschaft Staufen, die aus drei Pfarreien und einem Benefiziat bestanden hatte, wurde mit Gemeindeedikt vom 24.9.1808 in vier politische Gemeinden gegliedert: Staufen, Aach, Stiefenhofen und Thalkirchdorf.

Am 12. Oktober 1853 erfolgte mit der Eröffnung der Bahnlinie Immenstaft- Lindau der Anschluss Oberstaufens an das deutsche Eisenbahnnetz. Durch die Eisenbahnstation erlebte Oberstaufen einen neuen wirtschaftlichen Impuls und Ranggewinn.

Einer der ersten Werbeprospekte von Oberstaufen erschien vermutlich im Jahre 1895, in dem Oberstaufen als Luftkurort bezeichnet wurde. In der Erschließung des Kgl. Staatsministeriums des Inneren vom 6. Mai 1918 wurde die Erhebung einer Kurabgabe in der Marktgemeinde Staufen widerruflich genehmigt. 1949 führte der Kurarzt Dr. med. Herman Brosig die Schrothsche Heilkur ein. Dies war der Beginn eines ganzjährigen Kurbetriebs von ungeahntem wirtschaftlichen Auftrieb im Ort. Die durchwegs aus gut verdienenden Kreisen stammenden Schrothkurgäste boten auch eine Chance für die einheimische Geschäftswelt. Die Nachfrage nach Waren gehobener Art führte rasch zur Entwicklung von vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Mit der Verleihung des Prädikats Schrothkurort am 30. November 1959 durch den bayer. Fachausschuß für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen in München wurde Oberstaufen offiziell als einziger Schrothkurort der Bundesrepublik anerkannt. Einen weiteren Schritt von erheblicher Bedeutung erlebte der Kurort Oberstaufen mit der im Jahre 1965 erfolgten Eröffnung der Kuranstalt Malas.

In die Zeit nach der Währungsreform von 1928 bis in die 70er Jahre fällt ein Boom bei der Entstehung von Zweitwohnsitzungen und Eigentumswohnungen, deren Massierung dem Ortsbild weniger zuträglich war. Am 10. Dezember 1969 erfolgte durch den Bayer. Fachausschuß aufgrund vorheriger langjähriger Messungen und Untersuchungen die Anerkennung Oberstaufens als Heilklimatischer Kurort. Im Zuge der von der Bayer. Staatsregierung eingeleiteten Gemeindegebietsreform kam es zur Auflösung der drei bisherigen Gemeinden und deren Zusammenschluß zum Markt Oberstaufen mit Wirkung vom 1.1.1972.

Quelle: www.wikipedia.org